Gemeinschaftsschule Völklingen
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Pädagogisches Konzept zur
Gebundenen Ganztagsschule

Während die freiwillige Ganztagsschule, bedingt durch die Wahlmöglichkeit der Eltern, am Vormittag die Lerninhalte und am Nachmittag die Freizeitaktivitäten anbieten muss, erlaubt die Gebundene Ganztagsschule eine sinnvolle Rhythmisierung über den ganzen Tag. Hierbei sollen Vor- und Nachmittagsaktivitäten verzahnt und optimiert werden. Dazu treffen sich Erzieher und Lehrer zu regelmäßigen Teamsitzungen.

Nach Schulschluss können sich unsere Schüler voll und ganz auf die Familien- und Freizeit einlassen, ohne weitere Lernzeiten für die Schule einzuplanen.

Lernen mit allen Sinnen

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Wir machen wir die grundlegende Erfahrung, dass wir täglich ausreichend Zeit benötigen, wollen wir die uns anvertrauten Kinder ganzheitlich erziehen und fördern. Eine Beschränkung des Schulbesuches auf den Vormittag lässt weitestgehend nur die Vermittlung von Lerninhalten zu. Eine nach wissenschaftlichen Erkenntnissen sinnvolle Gestaltung des Tagesablaufs, die auf die kindlichen Bedürfnisse der uns anvertrauten Altersstufe eingeht, ergibt sich durch den Wechsel von Phasen des konzentrierten Lernens einerseits und der Entspannung, Bewegung und musischen Betätigung andererseits.

Grundsätze unserer Lernkultur

a)Klassenlehrerprinzip und Teamteaching
Sie bilden die Basis unserer Lernkultur mit dem Ziel einer optimalen individuellen Förderung.

b) Eigenverantwortliches Arbeiten
Die Förderung des selbstständigen Lernens und Handelns liegt uns sehr am Herzen. Deshalb wollen wir uns von Anfang an die Zeit nehmen, unsere Schüler zu eigenverantwortlichem Lernen anzuleiten. Hierzu wird ihnen ein sinnvolles Methodenspektrum an die Hand gegeben. Des Weiteren wollen wir die Aspekte „Geduld haben“ und „sich vertiefen“ stärken.

c) Kooperatives Lernen
Bedingt durch die heterogenen Lebenswelten unserer Schüler nehmen wir Schlüsselqualifikationen wie Rücksichtnahme, Einfühlungsvermögen, Respekt und Toleranz besonders in den Blick. Zur Entwicklung der sozialen Kompetenz und des Gemeinschaftsgefühls setzen wir im Unterricht immer wieder kooperative Lernformen ein.

d) Offene Lernformen und Freiarbeit
Wir wollen unseren Schülern die Zeit lassen, die sie brauchen, um sich neue Lerninhalte anzueignen. Wir begleiten sie individuell bei der Durchführung von Arbeitsplänen und sorgen für eine anregende Lernatmosphäre, in der konzentriertes Arbeiten möglich ist.

e) Projektunterricht
Unser Unterricht soll an der Lebenswelt der Schüler orientiert sein und durch eine ganzheitliche Herangehensweise geprägt sein. Wir besuchen außerschulische Lernorte, arbeiten fächerübergreifend und projektorientiert.

f) Lerntagebuch und Gesprächskreis
Die persönliche Reflexion über das Gelernte und Erlebte halten wir für notwendig, damit die Schüler sich Stärken und Schwächen bewusst machen und Problemlösungen suchen.

g) Entfaltung individueller Begabungen
Unsere Schüler sollen die Zeit nutzen, um in der breitgefächerten Auswahl an Workshops ihre Neigungen zu entdecken und Selbstvertrauen zu entwickeln.

h) Förderung der Lese- und Sprachkompetenz
Wir tragen dem hohen Migrationsanteil unserer Schülerschaft Rechnung und nutzen die gemeinsame Zeit zum regelmäßigen Lese- und Sprachtraining im und außerhalb der Lernzeiten.

i) Öffnung zur Berufswelt
Wir haben die Zukunft unserer Schüler im Blick und schaffen frühzeitig Bezüge zur und Erfahrungen mit der Berufswelt.

j) Soziales Lernen
Wir verstehen die kulturelle Vielfalt an unserer Schule als Bereicherung und
schaffen Zeiträume zum Aufbau von Freundschaften und gegenseitiger Wertschätzung. Wir leben Gemeinschaft und feiern miteinander.

Die Schule entwickelt ihr Curriculum ständig weiter, um es an veränderte gesellschaftliche Anforderungen und die Lebensverhältnisse der Schüler anzupassen.
Zum Erreichen der Ziele wird eine Lernkultur angeboten, die vor Allem die Selbständigkeit und Individualität der Schüler fordert und fördert,

- mit offenen Unterrichtsformen, wie z. B. Wochenplanarbeit, Freiarbeit, Stationenlernen, Lerntheken;
- mit mindestens einem vernetzten Thema im fächerübergreifenden Unterricht pro Halbjahr;
- durch Projektunterricht.

Zur Entwicklung der sozialen Kompetenz im Unterricht werden kooperative Lernformen und Helfersysteme (Stärkere unterstützen Schwächere) durchgeführt, wobei einige Schüler gleichzeitig verschiedene Rollen (Lernender und Lehrender) einnehmen.
In kleineren Projekten werden Methodenkompetenz und die Fähigkeit zur Präsentation von Inhalten ausgebildet und trainiert.
Mit der Nutzung neuer Medien können sich die Schüler auf die Anforderungen der Berufswelt vorbereiten.


Gemeinschaft und soziales Lernen

Für die Schule hat das soziale Lernen und die Entwicklung von Gemeinschaftsgefühl einen besonders hohen Stellenwert. Da heute oft die Lebensverhältnisse der Schüler wenig Gelegenheit zur Einübung sozialer Lebensformen und der Entwicklung der beruflich wichtigen Anforderung der Teamfähigkeit bieten, werden hier sowohl im Unterricht als auch im freien Bereich zahlreiche Möglichkeiten geboten.
Die Schüler werden mit kooperativen Unterrichtsformen vertraut, können sich aber auch in verschiedenen Projekten für die Gemeinschaft einsetzen und angemessene Verhaltensformen vertiefen und praktizieren.
Darüber hinaus werden verschiedene Projekte zur Aggressionsprävention, Anti-Aggressionstraining, gewaltfreier Schule, Mediation angeboten. Zusätzlich werden Kooperationen mit lokalen Vereinen angestrebt.

Im ersten Jahr der gebundenen Ganztagsschule müssen die zeitlichen Abläufe noch stark auf die Unterrichtsabläufe der Klassen Rücksicht nehmen, die nicht im Ganztagsbetrieb unterrichtet werden.

Der Unterrichtsbeginn und das Unterrichtsende ist an die Fahrpläne der Verkehrsbetriebe gekoppelt, da die Busse im direkten Umfeld drei weitere Schulen anfahren. Wir geben den Schülerinnen und Schülern die Zeit, sich untereinander auszutauschen, sich mitzuteilen.


Der Unterricht beginnt um 7.55 Uhr. Die ersten beiden Stunden des Tages werden in der Startphase mit den Kernfächern belegt. Unterrichtsende ist an vier Tagen der Woche um 16.00 Uhr. Am Freitag endet der Unterricht um 13.10 Uhr.

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Berufseignung und Ausbildungsreife

Zur Optimierung der Berufseignung führen die Schüler in mindestens zwei Schuljahren mehrwöchige Betriebspraktika durch, in denen sie den Arbeitsalltag und die Anforderungen der Berufswelt erfahren können. Eines dieser Praktika wird grundsätzlich als Sozialpraktikum geplant.
Zusätzlich werden berufsvorbereitende Projekte durchgeführt, wie Fahrten zum BIZ, Betriebsbesichtigungen, Erfahrungsberichte von Eltern und Geschäftsleuten, aber auch die Durchführung von Eignungs- und Einstellungstests.
Schließlich ist eine enge Verzahnung von Unterricht und Berufswelt durch die Wahl entsprechender Themen und Methoden speziell in den Abschlussklassen vorgesehen.

Viele Informationen über Berufe (mit Videos, Beschreibungen, etc.) findet man unter http://www.berufskunde.com. (extern)