Gemeinschaftsschule Völklingen
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Abschlussfahrten

Janz Berlin is eene Wolke unn wir war’n mitten druff!
Abschlussfahrt der Klasse 10 – 15. – 18. Mai 2017

BERLIN hieß das Ziel unserer Abschlussfahrt, die wir in Windeseile organisierten, und direkt nach der schriftlichen Prüfung ging’s los. Alle – die gesamte 10er-Mannschaft - durften mitfahren und so fand sich eine muntere Truppe am Saarbrücker Hauptbahnhof ein. Zwar mussten wir mehr als sieben Stunden Zugfahrt „überstehen“, doch es wurde uns nicht langweilig, denn Herr Lothschütz hatte extra seine Gitarre mitgenommen und übte mit uns in den einzelnen Abteilen die Lieder ein, die wir zu Abschlussfeier singen wollen. Nach einer amüsanten Zugfahrt erreichten wir fröhlich die deutsche Hauptstadt Berlin. Schon im vierstöckigen Hauptbahnhof merkten wir den Größenunterschied zu unserer Heimat. Schnell gewöhnten wir uns an das enorme Verkehrsaufkommen, doch die aggressiven Berliner Radfahrer waren eine echte Herausforderung.

Gleich nach der Zimmerverteilung im schönen Hotel bestaunten wir die EASTSIDE GALERY, die bunt aufgepeppten Überreste der Berliner Mauer, welche an die Teilung Berlins erinnern. Nach unserem Spaziergang entlang der Mauer hin zur Spree ließen wir den Abend im Kiez ausklingen.

Nach brutal frühem Frühstück um 6.30h starteten wir zum Stadtrundgang mit einem niederländischen Reiseführer, der uns viel Interessantes aus der Geschichte Berlins erzählte und uns zu besonderen Sehenswürdigkeiten führte. Wir bewunderten seine Deutschkenntnisse und staunten nicht schlecht, als er uns gestand, dass dies seine erste Führung in deutscher Sprache war.

Anschließend trafen wir im Wachsfigurenkabinett MADAME TUSSAUDS berühmte Persönlichkeiten wie Ex-Potus Barack Obama, schüttelten Alt-Bundespräsident Gauck die Hand, schossen gegen Neuer ein Tor und ließen Messi alt aussehen, während Herr Lothschütz mit Udo Lindenberg abrockte.

Natürlich darf auch ein Besuch im BUNDESTAG nicht fehlen und so erfuhren wir dort, dass unsere Volksvertreter, die Abgeordneten, nicht blau machen, wenn sie bei Sitzungen im Plenarsaal nicht anwesend sind. Dafür tauchen sie plötzlich auf, wenn der „Hammelsprung“ angesagt ist. Dies ist eine Abstimmungsmethode, bei der der Saal geräumt wird und dieAbgeordneten durch die Ja-, die Nein- oder die Enthaltungstür wieder hereinkommen und so gleichzeitig abgestimmt haben. Auch erfuhren wir, dass Angi Merkel sehr fleißig ist, da sie stets auf Kritik und Fallen ihrer politischen Gegner gefasst sein muss. Sie war gleichzeitig mit uns im Reichstagsgebäude, jedoch nahm sie an einer Fraktionssitzung teil und so trafen wir sie nicht. Nach so viel Politik bestiegen wir noch die Glaskuppel, hatten einen herrlichen Ausblick auf „janz Berlin“ und dann machten wir uns in Gruppen allein auf den Heimweg, lernten neue Leute kennen, fanden die richtigen S- und U-Bahnen zu unserem Hotel und bewiesen unsere Selbstständigkeit und Zuverlässigkeit. Großes Lob von unserer Klassenmama, Frau Otto, und von Herrn Lothschütz war uns sicher.

Hatten wir uns gerade von dem vielen Laufen erholt, kam mit der Schnitzeljagd zwischen Potsdamer Platz und Brandenburger Tor eine erneute Herausforderung für unseren Kopf und die armen Füße. Auf eigene Faust erkundeten wir Sehenswürdigkeiten, lösten knifflige Rätselfragen – ohne Google – fehlerfrei und trafen alle , ohne uns zu verlaufen, pünktlich am Ziel ein.

Zum letzten Programmpunkt fuhren wir nach Potsdam zum FILMPARK BABELSBERG, wo unter anderem Weltstars wie Jackie Chan arbeiteten und die Serien „Sandmännchen“ und „GZSZ“ gedreht werden. Uns gefielen am besten die „Stuntshow“ und das 4D-Kino. Aber natürlich war uns auch klar, dass alles nur Illusion ist. Zurück in Berlin besuchten wir das KaDeWe, das Kaufhaus des Westens, das zweitgrößte Kaufhaus Europas, aber wegen der exklusiven Preise kein Markt für uns Taschengeldbezieher. Wir durften wieder alleine in der Stadt bleiben und auch den Weg ins Hotel wieder finden. Inzwischen eine unserer leichtesten Übungen. Von dort gingen wir wieder an die Spree und sangen im Schatten der Mauer mit Herrn Lothschütz an der Gitarre unsere Abschlusssongs. Manche Passanten schauten ein wenig verwundert und uns machte unser erstes Open-air-Konzert als „Mauersänger“ einen Heidenspaß.

Nun hieß es: Abschied nehmen von Berlin. Müde, wehmütig, aber voller schöner Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen fuhren wir zurück. Zwar haben wir keinen Koffer in Berlin stehen gelassen, doch lohnt sich jede Reise in diese interessante, sehr bunte und aufregende Stadt.

Semo, Lea, Dilcan

Berlin

London

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